Künstler.
Innen. Orte.

Künstler. Innen. Orte.

Wie Kulturschaffende (sich) Räume schaffen

Annäherungen an Orte und Leben regionaler Kulturschaffender

Wenn von der Kultur der Region die Rede ist, stehen oft Frankfurt und dessen »Leuchttürme« Städel, MMK oder Oper im Fokus. Doch die Region ist mehr: Sie meint auch Wiesbaden und Darmstadt, Oberursel, Dreieich und Neu-Isenburg, den Rheingau, die Wetterau oder den Taunus. Vor allem aber stehen hinter Städten und Institutionen unzählige einzelne Kulturschaffende: Maler und Bildhauerinnen, Performance- und Videokünstlerinnen, Literaten oder Musiker. Ohne diese vielen einzelnen Kulturschaffenden und ohne deren vielen kleinen, manchmal sehr persönlichen Kulturorte würden auch die Leuchttürme oft weniger strahlen. Die Kulturlandschaft wäre in vielfacher Hinsicht unvollständig.

Das Projekt »Künstler. Innen. Orte.« will deshalb für einmal neben die Leuchttürme das »Meer der Teelichter« setzen. Es geht um Orte: Wie schaffen Kulturschaffende (sich) Raum und Räume für Kultur? Und es geht um Menschen: Wie leben, wie wohnen, wie arbeiten die Kulturschaffenden dieser Region? Über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren sollen zwei bis drei Dutzend Porträts von Kulturschaffenden und ihren Kulturorten entstehen. Es geht um das Schaffen von Räumen, um Leben und Wohnen, um Arbeit und Arbeiten, um Orte zum Arbeiten und Orte in der Arbeit der Kulturschaffenden. Und es geht auch um die Rolle der Kultur und der Kulturschaffenden in der und für die Gesellschaft. Wichtige gesellschaftliche Fragen verbinden sich mit künstlerischen Positionen.

Umgesetzt wird »Künstler. Innen. Orte.« in Ausstellungen, einer Online-Präsentation und Porträt-Bänden. Grundlage sind Gespräche mit den Kulturschaffenden über Orte und Identitäten sowie Fotoporträts der Künstler*innen. (1) Aus diesem Fundus entstehen ab Ende 2025 durch den Verein Urban Spaces FRM e.V. Ausstellungen mit Bildern und Texten, die wechselnd kombinierbar Thema und Projekt in die Region tragen. (2) Für eine breitere Öffentlichkeit erscheinen diese Porträts in steter Folge in einem wachsenden Archiv im regionalen Online-Magazin »Urban shorts – Das Metropole Magazin«. (3) Parallel sollen aus dem Fundus zudem kleine regionale Themenbändchen entstehen. Ein digitaler und umfangreicherer Katalog flankiert das Ganze. Dort finden die beteiligten Kulturschaffenden auch ihren eigenen »persönlichen« Katalog. (4) Auf diese Art und Weise entstehen mit der Zeit ein kleines Kompendium über Orte, Leben und Arbeiten von Kulturschaffenden und zugleich eine Vielzahl einzelner kleiner Bilder aus dem Leben von Kultur und Kulturschaffenden. Ein endgültiges und vollständiges Bild wird dabei nicht angestrebt. Jeder Betrachter und jede Betrachterin mag sich ein eigenes Bild aus dem Ausschnitt machen, das er / das sie gerade aus der Fülle der Porträts sieht oder sich herauspicken mag.

Das Projekt startete im Sommer 2025. Geplant ist vorerst eine Laufzeit von zwei bis drei Jahren mit zwei bis drei Dutzend Porträts/Kulturschaffenden. Vorgesehen sind zudem sechs bis acht Ausstellungen in der Region. Wichtige Projekt- und Förderpartner*innen sind u.a. der Kulturfonds Frankfurt RheinMain (Bad Homburg), der Deutsche Wetterdienst (Offenbach) sowie kommunale Partner in der Region, zum Start vor allem die Stadt Offenbach. Hinzu kommen u.a. die Vereine Urban Spaces FRM und Urban Shorts Net sowie Ausstellungsräume und Kulturschaffende der Region. Für Fotos und Texte wurden und werden ebenfalls Autor*innen und Fotograf*innen der Region eingebunden. Die erste Ausstellung im Oktober 2025 in Offenbach legt mit einer Sammlung der ersten acht Porträts ihren Fokus auf Stadt und Kreis Offenbach und deren Umgebung. Die zweite Ausstellung präsentiert ab 30. November im Kulturraum B 25 in (Frankfurt-) Höchst gleich einem Artist-in-Residence-Raum im monatlichen Wechsel wechselnde Künstler*innen.